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Mindestens einmal jährlich findet in Myanmar die „Congregation of all Orders for the Purification, Perpetuation and Propagation of the Sasana“ statt („Versammlung aller Orden für die Reinigung, das Fortbestehen und die Verbreitung der buddhistischen Lehre“). Sie wurde 1980 von General Sein Lwin zum ersten Mal abgehalten. 1980 war er Minister für Inneres und für Religiöse Angelegenheiten und damit verantwortlich für die staatliche Kontrolle der Sangha, der Gemeinschaft der Ordinierten. Die Ziele dieser Zusammenkunft sind laut Versammlung vom 13. März 2011: „The main objectives of the Fifth Meeting of the Sixth State Central Working Committee of the Sangha of All Orders are to strengthen more efforts for purification, perpetuation, propagation and promotion of Theravada Buddha Sasana throughout the world.”(1)

Nach der ersten „Versammlung aller Orden“ 1980 wurden bei einer Säuberungsaktion eine Reihe von Mönchen gezwungen, ihre Robe abzulegen. Für alle Mönche wurde das Ausweissystem für Mönche eingeführt, über welches Mönche bis heute kontrolliert werden. Des weiteren installierte Sein Lwin das SSMNC, das Sangha Maha Nayaka Committee (Großes Staatliches Führungskomittee des Sangha). Auch diese Organisation, bestehend aus einer Gruppe von 47 älteren Mönchen, existiert bis heute.

Das SSMNC wacht über die Einhaltung der Verfassung für den Sangha. Kontrollierende Mönche sollen sicherstellen, dass sich die Mönche gemäß dem Vinaya verhalten, dem buddhistischen Verhaltenskodex für Mönche. Bei Fehlverhalten soll gegen die Mönche oder gegen ein ganzes Kloster vorgegangen werden. Aus der Sicht der Machthaber ist„Fehlverhalten“ oder „nicht dem Vinaya zu folgen“ gleichzusetzen mit politisch-demokratischem Engagement oder mit der Weigerung, voll und ganz mit den Behörden zu kooperieren. Das SSMNC stellt Verordnungen auf, die von allen Mönchen des Landes befolgt werden müssen. Aufgrund des Erlasses No. 15/2001 vom Jahr 2001 beispielsweise wird Mönchen verboten, weiterhin die Mönchsrobe zu tragen, wenn sie aus dem Gefängnis entlassen sind. Im Moment sitzen ca. 240 Mönche(2) als politische Gefangene in burmesischen Gefängnissen. Als 2007 bei dem Mönchsaufstand Mönche getötet wurden, schwieg das SSMNC dazu. Die Mönche sollten sich der Junta nicht widersetzen, war das einzige, was die Burmesen damals vom SSMNC zu hören bekamen.

Die von der Regierung gesponserte ITBMU – International Theravada Buddhist Missionary University, mit dem SSMNC-Mönch Nandamala Bhivamsa als Rektor, bildet Ausländer aus. Daher kann man Mönchen des SSMNC nicht nur in Myanmar, sondern auch im Ausland begegnen. Nandamala konnte man schon bei Vorträgen in Deutschland und Holland erleben. Das Auswärtige Amt der USA (Department of State) schreibt zur ITBMU:

There are reports that the ITBMU, while in principle open to the public, accepted only candidates who were approved by government authorities or recommended by a senior, progovernment Buddhist abbot. [Es gibt Berichte, dass die ITBMU, während sie im Prinzip offen ist für die Allgemeinheit, nur Kandidaten akzeptierte, die von Regierungsbehörden gebilligt oder von einem älteren, regierungstreuen buddhistischen Abt empfohlen wurden.(3)

Ausführliche Informationen zur sogenannten Safran-Revolution und ihrem geschichtlichen und politischen Hintergrund in dem englischsprachigen Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.(4/5)

1 http://www.burmalibrary.org/docs11/NLM2011-03-13.pdf
2 http://www.hrw.org/en/news/2009/09/18/burma-end-repression-buddhist-monks
3 http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2007/90131.htm
4 http://www.hrw.org/en/reports/2007/12/06/crackdown
5 http://www.hrw.org/en/node/85644/section/3


Letzte inhaltliche Änderung: 24.09.2011 17:49 Uhr

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