Amnesty International Myanmar Koordinationsgruppe (2216)

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Myanmar Koordinationsgruppe (2216)

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Freiheit für Zarganar

Zarganar, der öffentlich die Militärregierung von Myanmar kritisierte, wurde Ende November 2008 zu insgesamt 59 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Strafmaß enthält u.a. drei Einzelstrafen von je 15 Jahren nach dem "Electronics Act". Am 27 November 2008 wurde Zarganar zu weiteren 14 Jahren Haft verurteilt. Im März 2009 wurde die Strafe auf 35 Jahre reduziert.

Er wurde am 4. Juni 2008 verhaftet, nachdem er in Interviews mit ausländischen Medien das Ausmaß der Zerstörung nach dem Zyklon Nargis beschrieben hatte und die Regierung wegen ihrer unzureichenden Hilfsmaßnahmen kritisierte.

Zarganar befindet sich in einem schlechten Gesundheitszustand und bat darum, dass seine Angehörigen ihn mit Medikamenten für sein Magen- und Leberleiden versorgen. Es ist ungeklärt, ob er medizinische Betreuung durch die Gefängnisverwaltung erhält. mehr

Lesenswert: Das ZARGANAR blog der französischen Sektion von Amnesty International.
Sehenswert: Die Fotopetition »Free Zarganar« der französischen Sektion von Amnesty International (mit Jane Birkin und Catherine Deneuve).
Einen großen Applaus Wert: Der Film This Prison Where I Live – Michael Mittermeier und Rex Bloomstein auf den Spuren von Zarganar.


Freiheit für U Gambira

Auf der Suche nach den Organisatoren der landesweiten Demonstrationen vom September 2007 verhaftete die Polizei am 4. November 2007 den buddhistischen Mönch und Menschenrechtsaktivisten U Gambira.

Im Gefängnis wurde U Gambira seiner Mönchskleidung entledigt. Vertraulichen Quellen zufolge, wurde er während der Haft gefoltert. Als U Gambira sich weigerte vor Gericht zu erscheinen, begründete er dies damit, dass ein entkleideter Mönch nicht mit der Würde des Buddhismus vereinbar sei.

U Gambira befindet sich seit dem 14. März in Einzelhaft, nachdem er mit anderen Insassen des Gefängnisses ein gemeinsames Gebet abgehalten hat. mehr


Medizinische Versorgung verweigert: Urgent Action für U Gambira, Min Ko Naing und Zaw Htet Ko Ko bis 14. Januar 2010.
End Repression of Buddhist Monks The Resistance of the Monks: Buddhism and Protest in Burma Human Rights Watch über die Situation der Mönche in Myanmar nach den Demonstrationen vom Herbst 2007.


Freiheit für Su Su Nway

Die Gewerkschafterin Su Su Nway ist Mitglied der wichtigsten Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) und verbüßt derzeit eine Gefängnisstrafe von acht Jahren und sechs Monaten in einem abgelegenen Gefängnis, das weit vom Wohnort ihrer Familie entfernt ist, weil sie sich an regierungskritischen Protestaktionen beteiligt hatte.

Das Gefängnis, in dem Su Su Nway festgehalten wird, – Hkamti, Sagaing Division – liegt fast 2000 km vom Wohnsitz ihrer Familie in Yangoon entfernt. Daher ist es sehr schwierig für ihre Angehörigen, sie zu besuchen und ihr die benötigten Nahrungs- und Arzneimittel zu bringen. Gefangene in Myanmar sind in der Regel darauf angewiesen, dass ihnen ihre Familien Nahrungsmittel und Medikamente bringen, da die diesbezügliche Versorgung in den Gefängnissen völlig unzureichend ist.

Nachdem Su Su Nway am 20. März 2009 in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste, hat ihr die Gefängnisverwaltung jede medizinische Versorgung verweigert. Zeitweise wurde sie mit Einzelhaft bestraft, durfte keine Besuche empfangen und erhielt weder genug zu essen noch saubere Kleidung. mehr


Freiheit für Htay Kywe, Mie Mie und Zaw Htet Ko Ko

Die Bürgerrechtler Htay Kywe, Mie Mie und Zaw Htet Ko wurden bei der Jagd nach den Hintermännern der friedlichen Proteste gegen die Regierung Myanmars verhaftet, die im August 2007 begannen und Ende September durch die Junta brutal niedergeschlagen wurden.

Alle drei sind Mitglieder der pro-demokratischen Gruppe, der ”88er Studentengeneration”. Die Gruppe der 88er-Studentengeneration setzt sich maßgeblich aus Anführern einer landesweiten Bewegung für mehr Demokratie aus dem Jahre 1988 zusammen, als Myanmar bereits 26 Jahre unter der Militärherrschaft stand und die Wirtschaft des Landes am Boden lag:

"Am 8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen (8888 Uprising) wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC). 1989 wurde das Land in Myanmar umbenannt." mehr


Myo Min Zaw und Ko Aye Aung

Myo Min Zaw und Ko Aye Aung

Die politisch aktiven Studenten Myo Min Zaw und Ko Aye Aung wurden am 14. September 1998 verhaftet, weil sie Flugblätter verteilt und Studentendemonstrationen organisiert hatten. Beide waren führende Mitglieder der verbotenen ABFSU.

Myo Min Zaw und Ko Aye Aung sitzen Urteile von 52 Jahren und 45 Jahren ab.

Nach Berichten sind sie während der Vernehmung gefoltert worden. Amnesty International betrachtet beide als gewaltlose politische Gefangene, die ausschließlich wegen ihrer friedlichen Meinungsäußerungen inhaftiert wurden. mehr

Nach 14 Jahren – U Win Htein ist frei:-))

U Win Htein, © Amnesty International, all rights reserved

U Win Htein, Senior Assistent von Daw Aung San Suu Kyi in der National League of Democracy (NLD) ist endlich ein freier Mensch.

Er wurde 1996 verhaftet weil er die Informationsbeschaffung über landwirtschaftliche Produktivität in Myanmar koordinierte, was der Regierung missfiel – und – weil er drei ausländischen Journalisten geholfen hat über Gefängnisbedingungen in Myanmar zu berichten. Er war ein Politischer Gefangener, der nur dafür verhaftet wurde, weil er sein Recht auf Rede- und Versammlungsfreiheit friedvoll in Anspruch genommen hatte.

Wir freuen uns für U Win Htein und seine Familie: »Fingers crossed U Win Htein will arrive back home tomorrow morning ... I just wanted to let you know that he is back home safe. I talked with him and he is in very good spirit.« ... die Fotos sprechen eine eigene Sprache.-(

Ma Khin Khin Leh

Ma Khin Khin Leh, © private

Ma Khin Khin Leh ist frei!


Nach aappd bestätigt nun auch amnesty international die Entlassung der politischen Gefangenen Ma Khin Khin Leh (Ma Khin Khin Leah).

Ma Khin Khin Leh wurde zusammen mit ihrer drei Jahre alten Tochter am 19. Juli 1999 verhaftet, nachdem die Behörden ihres politisch aktiven Mannes nicht habhaft werden konnten. Sie hatte eine lebenslange Haftstrafe in Ranguns Insein Gefängnis zu verbüßen. mehr


Letzte inhaltliche Änderung: 19.07.2010 21:32 Uhr

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