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Bericht des UN-Generalsekretärs über Kinder und den bewaffneten Konflikt in Myanmar

Für denjenigen, der sich in extenso mit dem 19-seitigen Bericht des UN-Generalsekretärs beschäftigen möchte, steht das Dokument mit der Bezeichnung S/2007/666 auf der Seite Security Council Working Group Documents zum Download bereit.

Für all jene, denen die Zeit dazu fehlt, habe ich einige signifikante Passagen übersetzt:

Trotz der Politik Myanmars, die Rekrutierung von Kindern unter 18 Jahren zu verhindern, ist es wichtig, folgende Vorfälle und Trends zu erwähnen:

  • Berichten zufolge gibt es einen enormen Druck, die Rekrutierungsraten der burmesischen Armee (Tatmadaw) zu erhöhen – Rekrutierungszentren hatten Schwierigkeiten ihre Ziele/Kontingente zu erreichen. Anreize wie Geld oder Reis werden für die Aufrechterhaltung der Rekrutierungsziele angeboten. Wenn ein Soldat die Armee verlassen will, so wurde berichtet, muss er mindestens vier Nachfolger finden.
  • Es gibt verschiedene, gängige Muster zur Rekrutierung Minderjähriger für die Tatmadaw. Eines ist die Rekrutierung armer und unbegleiteter Kinder –von der Straße oder in Pagoden, denen Nahrung und Unterkunft versprochen wird. Es wurde berichtet, dass dies maßgeblich in Rangun und Mandalay, aber in zunehmendem Maße auch in ländlichen Gegenden der Fall ist. Andere Kinder wurden durch "Broker", selbsternannte Agenten mit Verbindungen zu lokalen Kommandeuren oder Rekrutierungsoffizieren, von der Straße weg rekrutiert. Broker können für jeden neuen Rekruten bis zu 30 Dollar und einen Sack Reis vom örtlichen Kommandeur erhalten.
  • Einigen Kindern, die durch die Polizei aufgegriffen wurden weil sie keinen Personalausweis dabei hatten, ließ man die Wahl, entweder verhaftet zu werden oder der Armee beizutreten. Im Oktober 2005 wurde ein Fünfzehnjähriger wegen dieses Vergehens von der Polizei in der Irrawaddy-Division verhaftet und in ein Militärcamp in Rangun gebracht. Nach seiner militärischen Ausbildung wurde er an die Front im Kayin Staat geschickt. 2006 konnte er in ein Flüchtlingscamp in der Grenzregion fliehen.
  • Verlässliche Quellen bezeugen ein "Prä-Rekrutierungs-Muster", bei dem Kinder gefährdeter Familien in Tatmadaw-Basen gebracht werden. Sie gelten offiziell nicht als rekrutiert, erhalten keine Identifikationsnummer und werden nicht in Kampfeinheiten eingesetzt. Sobald sie aber die Volljährigkeit erreichen, gelten sie als angeworben.

Die Arbeitsgruppe Children and armed conflict im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kommt darüber hinaus zu folgendem Schluß:

Die Vereinten Nationen erhielten keine Berichte – speziell während des Erhebungszeitraumes – über neue Rekrutierungen und den Einsatz von Kindersoldaten bei der "Karen National Liberation Army" (KNLA) und der "Karenni Army" (KA), dem bewaffneten Flügel der "Karen National Union" (KNU) und der "Karenni National Progressive Party" (KNPP). Einschränkungen der burmesischen Behörden, die den Zugang zu operativen Gebieten und dem Dialog mit der KNLA und der KA verhinderten, erschwerten allerdings die Bemühungen herauszufinden, ob diese Gruppen die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten wirklich beendet haben.

Letzte inhaltliche Änderung: 24.01.2009 17:06 Uhr